Debacher-Blog

Uwes Weblog
Mrz 3

Ich wollte mich gern mit der erschreckenden Gesichtererkennung des neuen Picasa 3.6  beschäftigen. Leider bietet Google keine aktuellen Versionen für Linux an. Unter http://www.mail-archive.com/google-labs-picasa-for-linux@googlegroups.com/msg01748.html habe ich einen Beitrag gefunden mit dessen Hilfe ich 3.6 erfolgreich unter Ubuntu 9.10 installieren konnte.

Die Beschreibung geht davon aus, dass man Picasa 3.0 auf dem eigenen Rechner installiert hat. Ich hatte das schon vor einiger Zeit gemacht. Das Picasa 3.0 findet sich dann unter /opt/google auf dem Rechner.

Zuerst lädt man sich die Datei picasa36-setup.exe von der Google-Download-Seite.

cd /opt/google/picasa/3.0/wine/bin
./wine /home/debacher/Downloads/picasa36-setup.exe

Dabei wird Picasa in das Verzeichnis /home/debacher/.wine installiert. Soll es allgemein zur Verfügung stehen, so muss diese Installation nach /opt verschoben werden. Dazu benötigt man Root-Rechte:

sudo su -
cd /opt/google/picasa/3.0/wine/drive_c/Program\ Files/Google/
rm -Rf Picasa3
cp -R /home/debacher/.wine/drive_c/Programme/Google/Picasa3/  .
cd Picasa3
mv PicasaUpdater.exe PicasaUpdater.exe.old

Danach startet dann zukünftig Picasa 3.6 auch über alle Menüeinträge der alten Installation. Man kann dann sogar das gesamte .wine Verzeichnis im Homeverzeichnis löschen, zumindest wenn es nicht vorher schon vorhanden war.

Feb 19

Zum Fernsehen benutze ich gern Kaffeine, zumal es auf breiten Monitoren den Vorteil besitzt, dass die Senderliste seitlich sitzt und das Bild dadurch recht groß werden kann. Mit dem aktuellen Kaffeine hatte ich das Problem, dass manchmal kein Sound zu hören war, der Sound ging nicht auf meine analogen Boxen, sondern auf den digitalen Monitor.  Beim Start von Kaffeine tauchte dann immer eine Fehlermeldung von Phonon auf:

Phonon: Das Multimediasystem von KDE
Das Audio-Abspielgerät "HDA NVidia (ALC888 Analog)" funktioniert nicht. Es wird auf ... ausgewichen.

Ich habe lange verzweifelt nach einer Einstellmöglichkeit gesucht. Irgendwann habe ich dann das Programm pavucontrol installiert und damit versucht das digitale HDMI-Gerät zu deaktivieren. Aber auch das hat keinen nachhaltigen Effekt gebracht.

Nur hat sich dann irgendwann bei eine späteren Start von Kaffeine ein KDE-Programm gemeldet um mir mitzuteilen, dass ich ein Gerät deaktiviert habe. Dieses Programm bot eine Konfiguration des Soundsystems an.

/usr/bin/kcmshell4   kcm_phonon

Führt mich nun zu diesem Einstellprogramm, in dem man die Reihenfolge der Ausgabegeräte festlegen kann. Hier habe ich die HDMI-Ausgabe auf den letzten Platz gesetzt und nun wird auf PulseAudio ausgewichen, was dann auch funktioniert.

Feb 8

Auf meinem neuen Rechner habe ich mir Virtualbox installiert und zwar die nicht freie Version direkt von den Webseiten. Nun geht es darum die vorhandenen Images für Virtualbox verfügbar zu machen.

Wenn es irgend geht, dann sollte man noch unter VMWare die VMWare-Tools deinstallieren, sonst kann es später Probleme mit der virtuellen Netzwerkkarte geben. Unter Virtualbox ist die Deinstallation nicht immer möglich.

Meine VMWare-Images sind alle aufgeteilt in Dateien zu maximal 2 GByte. Im ersten Schritt müssen diese Teile zusammengefasst werden. Dazu wechsle ich ins Verzeichnis des jeweiligen Images und gebe ein:

vmware-vdiskmanager -r winXPPro.vmdk -t 0 /tmp/winXPPro.vmdk

Die Dateinamen müssen natürlich den eigenen Gegebenheiten angepasst sein.  Auf alle Fälle entsteht in /tmp die neue Datei mit der kompletten virtuellen Festplatte. Diese Datei kann nun für Virtualbox konvertiert werden. Dieser Schritt könnte entfallen, da Virtualbox inzwischen auch mit den VMWare-Images umgehen kann.

Im Ordner /tmp rufe ich dann auf:

VBoxManage -nologo clonehd winXPPro.vmdk winXPPro.vdi -format VDI

Das Virtualbox-Programm meldet sich mit einem textbasierten Fortschrittsbalken.

Der VBoxManager  speichert die neue Datei übrigens nicht in /tmp ab, sondern im Verzeichnis /home/<benutzer>/.VirtualBox/HardDisks. Man sollte sich gut überlegen, ob man diese Images wirklich in einem verborgenen Unterverzeichnis im Homeverzeichnis haben möchte.  Ich sammle diese großen Dateien gern auf einer extra Partition, was die Daten-Sicherung deutlich vereinfacht.

Nun kann man dieses Festplattenimage in eine neue virtuelle Maschine einbinden. Im dritten Fenster der Einrichtung einer neuen virtuellen Maschine kann man die Datei nun auswählen, indem man zuerst Festplatte benutzen auswählt und dann unten rechts auf das gelbe Ordnersymbol klickt. Hier kann man dann die Festplatte hinzufügen und auswählen.

Wenn die neue virtuelle Maschine eingerichtet ist, dann muss man unbedingt noch einmal auf den Bereich System doppeklicken, um dort eine Einstellung zu ändern. Bei mir wollte das Windows nie starten, wenn nicht der Schalter IO-APIC aktivieren gesetzt war.

Danach kann man dann die virtuelle Maschine starten. Sowie das Windows läuft sollte man die VMWare-Tools deinstallieren, da die zumindest die Netzwerkkarte stören. Besser wäre es diese schon vorher unter VMWare zu tun.

Nach den fälligen Windows-Neustart kann man dann die Virtualbox-Erweiterungen installieren.

Jan 29
date2cal
icon1 debacher | icon2 Tipps und Tricks, typo3 | icon4 01 29th, 2010| icon3No Comments »

Bei momentan aktuellen Systemen mit Typo3 4.3 und der Extension date2cal gibt es im Backend eine Vielzahl von Warnungen der Art

Core: Error handler (BE): PHP Warning: fopen(/srv/www/xxxx/httpdocs/typo3temp/tx_date2cal/date2cal_cache.php): failed to open stream

Ursache ist das Fehlen des entsprechenden Verzeichnisses. Das Problem ist beseitigt, wenn man unterhalb von typo3temp den Ordner tx_date2cal per Hand anlegt.

Nachtrag:  Tobias gibt noch den Hinweis, dass date2cal unter Typo3 4.3 nicht mehr notwendig ist, hier wird datepicker mitgeliefert.

Jan 28

Die VMWare Workstation 6.5.x lässt sich unter Ubuntu 9.10 nicht direkt installieren. Die Installation bleibt immer nach etwa 2/3 hängen, während die Konfiguration erfolgen soll. Mittels dmesg kann man sehen, dass vmmon geladen und entladen wird, die anderen Module lassen sich anscheinend nicht übersetzen.

Nach mehreren vergeblichen Versuchen habe ich im Ubuntu-Forum die Lösung gefunden http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=1314006.

Der Autor schiotz löst das Problem über ein kleines Python-Script, welches er unter dem Namen gcc im gleichen Verzeichnis ablegt, wie die Datei VMware-Workstation-6.5.3-185404.i386.bundle. Ursache des Problems sind wohl zu viele Warnungen des Compilers, die zum Einfrieren der Installation führen. Also wird über dieses Script der gcc veranlasst schweigsamer zu sein.

#!/usr/bin/python

import sys
import copy
import os

argv = copy.copy(sys.argv)

i = len(argv)
for i in range(i-1, 0, -1):
    if len(argv[i]) > 4 and argv[i][:2] == "-W" and argv[i][3] != ",":
        del argv[i]

argv[0] = "/usr/bin/gcc"
os.execv(argv[0], argv)

Das Script und die Datei VMware-Workstation-6.5.3-185404.i386.bundle müssen ausführbar gemacht werden, danach kann die Installation mittels

sudo env PATH=`pwd`:$PATH ./VMware-Workstation-6.5.3-185404.i386.bundle

durchgeführt werden. Im Prinzip passiert hier nicht mehr, als dass der Pfad um das aktuelle Verzeichnis erweitert wird, damit der Fake-gcc anstatt des richtigen gcc aufgerufen wird.

Anschließend muss man dann noch die Module installieren mittels:

sudo vmware-modconfig –console –install-all --appname="VMware Workstation" --icon="vmware-workstation"

durchgeführt werden.

Bei mir lief vmware nach diesem Schritt bereits.

Zuletzt soll man noch die Datei /etc/vmware/bootstrap um die Zeile

VMWARE_USE_SHIPPED_GTK=force

erweitern.

Eine andere Lösung für das gleiche Problem findet sich unter http://linux.aldeby.org/vmware-workstation-6-5-3-on-ubuntu-karmic-9-10.html .

Dez 14

Ich hatte das Problem, dass bei der Extension Drowdownsitemap der Text in Englisch war, das stand dann Expand / Collapse all statt …

Da es keine Konfigurationsmöglichkeit gibt musste es an den Systemeinstellungen liegen:

config.language = de

in der Konfiguration des root-Tempates bewirkt dann die Umstellung auf den gewünschten Text Alles aus-/einklappen.

Nov 20

Im Prinzip war mir das Problem bewusst, dass auf vielen Seiten Grafiken (Webwanzen) eingebunden sind um das Nutzerverhalten zu analysieren. Ein Artikel in der Linux-User 12/2009 hat mich dazu gebracht mir das einmal anzuschauen.

Ich habe mir also für meinen Firefox die Extension Ghostery installiert und achte jetzt bei jeder Website darauf, welche und wieviele kleine “Gespenster” auf den jeweiligen Webseiten auftauchen. Das sind schon lange nicht mehr nur Grafiken, sondern oft eingebundene Javascript-Dateien.

Bisher habe ich auf keiner der Webseiten einen Hinweis entdeckt, dass ich ausgeforscht werde. Dabei werden zum Teil sogar mehrere von diesen Dingern genutzt. Positiv finde ich, dass ich bisher auf Schulseiten und Seiten für Schule wenige Wanzen finden konnte, eine Ausnahme bildet aber Hamburg.de

Im Gegensatz zu dem, was in dem Artikel steht, erlaubt Ghostery auch das Blockieren dieser Wanzen. Lustiger wäre es vermutlich, wenn man mit den Wanzen etwas spielen könnte ;-)

Nov 15
MySQL und CSV
icon1 debacher | icon2 Tipps und Tricks | icon4 11 15th, 2009| icon3No Comments »

Gelegentlich bekommt man Daten im CSV-Format.  MySQL kann auch damit umgehen.

Importieren kann man CSV-Dateien z.B. von phpMyAdmin aus mittels

LOAD DATA LOCAL
 INFILE '/tmp/land.csv'
 REPLACE
 INTO TABLE LAND
 FIELDS
 TERMINATED BY ';'
 OPTIONALLY ENCLOSED BY '"'

Anpasse muss man jeweils natürlich den Namen der Tabelle und den Namen der zu importierenden Datei.

Auch die Gegenrichtung ist möglich, also der Export in in CSV-Datei:

SELECT *
INTO OUTFILE '/tmp/land.csv'
FIELDS
TERMINATED BY ';'
OPTIONALLY ENCLOSED BY '"'
FROM LAND;
Sep 26

Bei der Aktualisierung meiner Media-Wiki Installationen auf 1.15 hat sich ein kleines Problem ergeben. Die Überschriften in der Sidebar beginnen nun immer mit einem Kleinbuchstaben.

Siehe hierzu auch https://bugzilla.wikimedia.org/show_bug.cgi?id=1553

Eine einfache Lösung besteht darin die CSS-Datei anzupassen. Diese findet sich im Mediawikiverzeichnis in

skins/monobook/main.css

Hier such man die Abschnitte mit dem lowercase und kommentiert dieses aus.

.portlet h5 {
 background: transparent;
 padding: 0 1em 0 .5em;  
 display: inline;
 height: 1em;
/*      text-transform: lowercase; */
 font-size: 91%;
 font-weight: normal;
 white-space: nowrap;
}
.portlet h6 {
 background: #ffae2e;
 border: 1px solid #2f6fab;
 border-style: solid solid none solid;
 padding: 0 1em 0 1em;
/*      text-transform: lowercase; */
 display: block;
 font-size: 1em;
 ...

Schon ist der alte Zustand wiederhergestellt.

Sep 5

Die Installation von WindXP auf modernen Rechnern ist nur dann einfach, wenn der Hardware-Hersteller eine angepasste Installations-CD mitliefert.

Von einer normalen XP-Installations-CD aus ist eine Installation in der Regel nicht möglich, da dann die Festplatte nicht erkannt wird. Moderne Rechner verfügen über SATA-Festplatten, die möglichst im AHCI-Modus betrieben werden. Nur mit dem kann das recht alte XP nichts anfangen.

Es gibt von Intel XP-Treiber für diese Festplatten, die Treiber kann man prinzipiell im Installationsprozess mittels Druck auf F6 per Diskette einspielen. Nur welcher Rechner hat schon noch ein Disketten-Laufwerk? Und wenn XP Diskette sagt, dann meint XP auch Diskette. Ein Einspielen über CD oder auch ein USB-Diskettenlaufwerk funktioniert nicht.

Im Netz gibt es mehrere Beschreibungen, dass man das Problem oft lösen kann, indem man im BIOS die Festplatten in einen IDE-Modus umstellt. Das habe ich auch schon erfolgreich durchgespielt, danach kann man dann mit etwas Glück den Treiber einspielen und anschließend wieder in den AHCI-Modus zurückstellen.

Etwas einfacher sollte die Installation werden, wenn man die Treiber in die Installations-CD integriert, wie es auch die Hardware-Hersteller machen. Hierbei kann man dann auch gleich das aktuellste Service-Pack integrieren. Beschreibungen hierzu findet man unter dem Stichwort Slipstream-Installation.

Um die Slipstream-CD bequem erstellen zu können greift man auf zusätzliche Software zurück.

Bewährt hat sich hier das Programm nlite, welches kostenfrei verfügbar ist (Download-Größe etwas 2,5 MB). Das Programm benötigt zur Installation das .Net-Framework, welches von Microsoft bezogen werden kann Download-Größe etwa 22,5 MB). Stellt nlite bei der Installation fest, dass das .Net-Framework fehlt, so startet es einen Browser mit der entsprechenden Download-Seite.

Startet man nlite, so sucht es zuerst die Windows-CD von der aus die Aktualisierung erfolgen soll. Dabei spielt es keine Rolle, ob schon ein Service-Pack installiert wurde oder nicht, da die höheren Service-Packs die niedrigen enthalten.

Nlite kopiert den Inhalt der CD auf die Festplatte (etwa 650 MB).

winlite0

Im nächsten Schritt wählt man das Service-Pack aus. Bei meinen Bemühungen stimmte die Download-URL nicht, auf die nlite verweist. Der Link im deutschen Winlite-Wiki war aber korrekt.

winlite2

Das Service-Pack3 umfasst mehr als 300 MB.

Dann habe ich mir die Treiber für den Rechner geladen. Konkret handelt es sich um ein Acer Timeline 8471 und Acer bietet direkt die Treiber für WindXP und alle Hardware-Komponenten an (insgesamt etwa 1,5 GB).

acer-treiber

Wichtig sind aus meiner Sicht vor allem folgende Treiber:

  • SATA-AHCI
  • Chipset
  • LAN – Realtek

Die restlichen Treiber kann man auch später im laufenden Betrieb noch integrieren.

Bei anderen Geräten kann es notwendig sein direkt die Festplatten-Treiber von Intel zu laden. Benötigt wird dann der Intel Matrix Storage Manager.

Alle Treiber muss man entpacken. Bei den Acer-Treibern handelt es sich durchweg um ZIP-Archive, die Windows inzwischen mit Bordmitteln entpacken kann. Alle Archive habe ich in das Verzeichnis c:\treiber entpackt. Von dort aus findet nlite dann alles, was benötigt wird.

Nach den Vorbereitungen kann man nlite starten.

winlite1

Im ersten Schritt erfolgt die Einbindung des Service-Packs. Das Volumen im Installationsverzeichnis wächst dabei kaum, es werden ja nur fehlerhafte Dateien ausgewechselt, vom Volumen her immerhin etwa 50%.

Danach erfolgt die Integration der Treiber. Hier gibt man nlite das Verzeichnis an, in das die Treiber-Archive entpackt wurden. Nlite sucht dann selber in den Unterverzeichnissen nach Installationsdateien und zeigt das an, was es gefunden hat.

winlite3

Hier muss man aufpassen das richtige Betriebssystem und die richtige Version 32/64 Bit auszuwählen. Danach zeigt nlite noch einmal an, was es konkret an Treibern gefunden hat.

winlite4

Wenn ich das richtig verstehe, dann kann man ruhig zu viele Treiber einbinden, zumindest solange das Image noch auf eine CD passt. Bei der eigentlichen WindXP-Installation werden dann die passenden Treiber ausgewählt.

Obwohl ich insgesamt 1,5GB an Treibern von Acer geladen habe wurde das von nlite erstellt XP-Image nur knapp 100MB größer.

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