Root-Server-Plesk

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Subdomains und Domain Alias

Über die Plesk-Oberfläche kann man relativ bequem Domain Aliase einrichten. Im Prinzip kann man damit die gleichen Webseiten unter mehreren Domainnamen erreichbar machen. Die entsprechende Funktion findet sich unter Domain-Aliase in der Rubrik Domain der jeweiligen Web-Domain.

Zusätzlich kann man unter Subdomains in der Rubrik Hosting Unteradressen der jeweiligen Domain einrichten.

Gelegentlich reichen die Einstellmöglichkeiten über Plesk aber nicht. Will man z.B. die Optionen ändern:

Options +Includes +ExecCGI +FollowSymLinks

so sollte man auf keinen Fall an der zugehörigen Datei httpd.include im Verzeichnis /srv/www/vhosts/<meineDomain/conf/ vornehmen. Diese Datei wird von Plesk verwaltet und ggf. überschrieben. Vorgesehen ist das Erstellen einer Datei vhost.conf im gleichen Verzeichnis, welches die entsprechenden Änderungen bzw. Erweiterungen aufnimmt.

Ruft man dan an der Konsole:

/usr/local/psa/admin/sbin/websrvmng --reconfigure-vhost --vhost-name=<meineDomain>

auf, so wird die Datei vhost.conf in die Datei http.include per Include eingebunden und damit aktiviert. Die Include-zeile findet sich ganz am Ende des Abschnittes VirtualHost.

Etwas unverständlich finde ich, dass es in Plesk keine Möglichkeit gibt auch für Alias-Domains die Subdomains zu aktivieren. Aber mit dem gleichen Mechanismus geht das auch hier, nur dass die vhost.con im Verzeichnis /srv/www/vhosts/<meineDomain/subdomains/<neineSubdomain>/conf/ abgelegt werden muss. Auch hier erfolgt dann die Aktivierung mittels

/usr/local/psa/admin/sbin/websrvmng --reconfigure-vhost --vhost-name=<meineDomain>


ClamAV statt DrWeb

Zu dem Plesk-Paket gehört die Unterstützung für den Virenscanner DrWeb. Leider gilt die Lizenz nur für 15 Mailboxen und zusätzliche Lizenzen sind sehr teuer. Von daher taucht schnell der Wunsch auf den freien Scanner ClamAV nutzen zu können.

Auf der Seite http://www.huschi.net/5_69_de.html findet siche eine funktionierende Beschreibung, wie das zu realisieren ist. Hier daher nur kurz etwas zum Verständnis. Der Virenscanner DrWeb wird in das Qmail-System integriert, indem dessen Datei qmail-queue durch eine gepatchte Version ersetzt wird. Die Originalversion verbleibt übrigens unter dem Namen qmail-queue.origin ebenfalls im Verzeichnis /var/qmail/bin.

Kopiert man diese Datei über die gepatchte Version, so ist DrWeb erst einmal deaktiviert. Vorsichtshalber habe ich dann auch alle RPM-Pakete mit DrWeb deinstalliert. Etwas aufpassen muss man mit den Rechten und Attributen von qmail-queue, bei mir sieht das mit der Originaldatei folgendermaßen aus:

-rws--x--x  1 qmailq qmail 16625 2006-10-05 18:11 qmail-queue

Will man jetzt einen anderen Virenscanner aktivieren, so benötigt man ein Programmpaket, welches wieder eine angepasste qmail-queue liefert. Im Netz finden sich dazu u.a. qscanq und qsheff. Beide Lösungen arbeiten ähnlich.

Zusätzlich braucht man in beiden Fällen noch:

Die qscanq Beschreibung von http://www.huschi.net verweist auf angepasste Programmpakete, die auch zum direkten Download angeboten werden. Das Originale qscanq arbeitet z.B. mit Benutzernamen wie Gqscanq, bei denen der erste Buchstabe groß ist, was auf manchen Systemen Probleme bereiten soll.

Sehr schön an der Konfiguration ist, dass erst der allerletzte Konfigurationsschritt wirklich das Qmail-System verändert und die Datei qmail-queue überschreibt, wobei die alte Version natürlich gesichert wird.

Die Konfiguration mittels qsheff bindet auch SpamAssasin mit ein, der ist aber bei Strato-Servern kostenlos in Plesk integrierbar.

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