Typo3Installation

Aus Debacher-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Installation ist auf aktuellen Linux-Systemen recht einfach. Der folgende Text beschreibt die notwendigen Schritte für die Version 4.0.x

Ich versuche nur noch mit dieser Version zu arbeiten, da sie gegenüber der Vorgängerversion aus meiner Sicht folgende Vorteile hat:

  • die Seiten werden barrierefreier, da weniger mit Tabellen gearbeitet wird
  • das Handling von eingebundenen Bildern ist auch ohne extra Plugins wirklich sinnvoll

Voraussetzungen für die Installation

Auf dem Rechner müssen folgende Programmpakete installiert sein:

  • Apache-Webserver
  • php5 Module (Bei Typo3 4.2.x langt php4 nicht mehr)
  • MySQL
  • ImageMagick (oder besser graphicsmagick, sofern möglich)
  • GD


Installation

Es sind zwei Archive zu laden. Im ersten Schritt habe ich mir das Dummy-Paket geholt mittels:

cd/tmp
wget http://mesh.dl.sourceforge.net/sourceforge/typo3/dummy-4.2.6.tar.gz 

Dieses Paket habe ich dann im Verzeichnis des Webservers entpackt und etwas umbenannt:

cd /srv/www/htdocs
tar xvfz /tmp/dummy-4.2.6.tar.gz
mv dummy-4.2.6 cms
rm /tmp/dummy-4.2.6.tar.gz

Damit gibt es nun ein Verzeichnis cms für den Webserver. Anschließend brauche ich noch die eigentlichen Quellen:

cd /tmp
wget http://mesh.dl.sourceforge.net/sourceforge/typo3/typo3_src-4.2.6.tar.gz

Die Quellen habe ich dann in ein Verzeichnis entpackt, welches nicht direkt für den Webserver zugänglich ist, hier /srv/www

tar xvfz /tmp/typo3_src-4.2.6.tar.gz
rm /tmp/typo3_src-4.2.6.tar.gz

Wenn auf einem Server mehrere Typo3-Installationen parallel vorhanden sein sollen, dann braucht man das etwas umfangreichere Quellpaket nur einmal, das kleinere Dummy-Paket für jede Installation einzeln. Nun müssen die Dateien im Dummy-Verzeichnis mit denen im Quellen-Verzeichnis verknüpft werden. Dazu gibt es im Dummy-Verzeichnis mehrere Links, die momentan ungültig sind. Zum Glück muss genau einer der Links angepasst werden:

cd /srv/www/htdocs/cms
rm typo3_src
ln -s /srv/www/typo3_src-4.2.6 typo3_src

Nun sollten alle Links gültig sein, was sich an einer veränderten Farbe deutlich sehen lässt.

Nun noch die Rechte anpassen:

cd /srv/www
chown -R wwwrun.www typo3_src-4.2.6
chmod -R 755 typo3_src-4.2.6 
cd /srv/www/htdocs
chown -R wwwrun.www cms
chmod -R 755 cms

Bei Ubuntu sind ein paar Kleinigkeiten unterschiedlich. Das Webserver-Verzeichnis liegt hier unter /var/www statt /srv/www/htdocs und Benutzer und Gruppe für den Apache heißen jeweils www-data.

Nun sollte sich das Instalationstool über

http://Rechnername/cms/

aufrufen lassen.


Mögliche Probleme

Normalerweise bekommt man jetzt beim Aufruf der URL http//Rechnername/cms/ eine Fehlermeldung der Art

The Install Tool is locked.

Fix: Create a file typo3conf/ENABLE_INSTALL_TOOL
This file may simply be empty.

For security reasons, it is highly recommended to rename
or delete the file after the operation is finished.

Hier muss man lediglich der Anleitung folgen und die Datei anlegen mittels

touch typo3conf/ENABLE_INSTALL_TOOL

aus dem Typo3-Verzeichnis heraus. Die Datei muss nur vorhanden sein, ein Inhalt ist nicht notwendig. Nur wenn die Datei vorhanden ist, lässt sich das Install-Tool nutzen.

Oft bekommt man beim Aufruf der Seite auch eine Fehlermeldung der Art:

Forbidden
 
You don't have permission to access /cms/typo3/install/index.php on this server.

Ein Blick in die Datei /var/log/apache2/error_log erläutert das Problem genauer. Dort findet sich dann die Zeile

[Sun Mar 26 18:45:18 2006] [error] [client 127.0.0.1] Symbolic link not allowed: /srv/www/htdocs/cms/typo3, referer: http://localhost/cms/

Die Webserver-Konfiguration erlaubt also keine symbolischen Links.

Ein Eintrag der Art

<Directory "/srv/www/htdocs/cms/">
       Options Indexes FollowSymLinks
</Directory>

in die Konfigurationsdatei des Webservers löst das Problem. Ich habe die Datei /etc/apache2/conf.d/typo3.conf erstellt und die Zeilen darin untergebracht. Nach einem Neustart des Apache sollte es weitergehen.


Gelegentlich taucht bei der Installation nach Schritt 3 (s.u.) ein Problem mit dem verfügbaren Speicher auf.

Fatal error: Allowed memory size of 8388608 bytes exhausted (tried to allocate 4096 bytes) in  
/srv/www/typo3_src-4.0.2/t3lib/class.t3lib_install.php on line 630

Standardeinstellung sind 8MB und das ist zu wenig. In der /etc/php.ini (PHP4) oder /etc/php5/apache2/php.ini (PHP5)

;;;;;;;;;;;;;;;;;;;
; Resource Limits ;
;;;;;;;;;;;;;;;;;;;
 
max_execution_time = 30     ; Maximum execution time of each script, in seconds
max_input_time = 60     ; Maximum amount of time each script may spend parsing request data
memory_limit = 32M      ; Maximum amount of memory a script may consume (8MB)

muss die Menge des erlaubten Speichers erhöht werden. 32M scheint ein vernünftiger Wert zu sein. Nach dieser Änderung muss der Apache neu gestartet werden.


Ein weiteres Problem kann aus der Einstellung securemod=on in der php.ini resultieren. Bei dieser Einstellung hat Typo3 keinen Zugriff auf die ImageMagick Programme. Es muss also unbedingt securemod=off in der php.ini stehen oder php_admin_flag safe_mode off in der Apache-Konfiguration.


Bei manchen Installationen gibt es auch Probleme mit dem Include-Path und dem Open-BaseDir. Entsprechende Fehlermeldungen sind in der error_log Datei des Webservers zu finden, wenn im Browser überhaupt nichts zu sehen ist. Man muss dann die php.ini direkt oder indirekt bearbeiten. Die direkte Veränderung der php.ini hat Auswirkungen für alle Bereiche des Webservers, die indirekte nur für den aktuellen Bereich. Die meisten Einstellungen der php.ini kann man indirekt über die apache.con vornehmen. In diesem Fall muss der richtige Pfad zu Typo3 vorhanden sein:

 php_admin_value open_basedir "/srv/www/htdocs/cms:/tmp:/srv/www/typo3_src-4.2.6
 php_admin_value include_path "/srv/www/htdocs/cms:./"

Konfiguration

Nach einem Aufruf von

http://Rechnername/cms/

startet das Installationstool. Im ersten Schritt begrüßt es mit einer großen Warnung, dass das Standard-Installationspasswort noch geändert werden muss. Wenn man diese Warnung bestätigt hat, dann erfolgt in mehreren Schritten die eigentliche Konfiguration.

Schritt 1

Hier geht es um die Datenbankanbindung. Das Installationsprogramm möchte den Benutzernamen und das Passwort für den MySQL-Zugriff haben. Der Host ist in der Regel mit localhost richtig vorgegeben. Der Benutzer sollte vorher, z.B. mit phpMyAdmin angelegt sein.

Schritt 2

Jetzt geht es um die Auswahl der zugeordneten Datenbank. Das Installationstool zeigt alle Datenbanken zur Auswahl an, auf die der angegebene Benutzer Zugriff hat. Man kann auch eine neue Datenbank anlegen lassen. Dazu müsste der Benutzer aber unnötig viele Rechte besitzen. Geschickter ist es also, auch die Datenbank vorher anzulegen und dem Benutzer alle Rechte an der Datenbank zu geben.

Schritt 3

Jetzt kann man die Datei auswählen, die in die Datenbank importiert werden soll. Da nur eine Datei zur Auswahl steht, ist die Entscheidung nicht schwierig.

Schritt GO

Das Installationstool bietet jetzt den Zugang zum Frontend und Backend an, oder Continue to Configure Typo3. Hier sollte man unbedingt die weitere Konfiguration auswählen.

Auf der folgenden Seite wird die Eingabe eines neuen Konfigurationspasswortes nahegelegt, was man dann auch machen sollte. Nach der Eingabe des Passwortes wird die Konfiguration aktualisiert und eine Seite mit einem kleinen Menü aufgebaut.

Typo3-configv4-1.png

Man übersieht leicht den Link Click to continue, dem man aber unbedingt immer folgen sollte.

Nun muss man erst einmal das neue Passwort eingeben, bevor es weiter geht.

In dem sehr umfangreichen Menüpunkt All Configuration in dem man jetzt landet sind ein paar Punkte unbedingt zu konfigurieren. In der Beschreibung gehe ich einfach von Oben nach Unten durch

[GFX][gdlib_2] = 1
[GFX][im_path] = /usr/bin/
[GFX][im_path_lzw] = /usr/bin
[GFX][im_version_5] = 1                    oder besser gm, wenn graphicsmagick installiert ist
[GFX][im_combine_filename] = composite     oder combine, wenn graphicsmagick installiert ist
[GFX][TTFdpi] = 96
[SYS][sitename] = Typo3 Testsite

Empfohlen wird auch noch:

[BE][compressionLevel] = 3
[FE][compressionLevel] = 3
[SYS][encryptionKey] = geheim

Für Client-Umgebungen mit komisch konfigurierten Proxy-Servern kann es auch notwendig sein, den folgenden Schalter zu setzen:

[SYS][doNotCheckReferer] = 1

dann speichern und wieder Click to continue.


Es macht dann Sinn noch Basic Configuration aufzurufen. Bei meiner ersten Installation mit dem dummy-4.0 Paket (also kein Update) tauchten hier Fehlermeldungen auf, weil einige Verzeichnisse fehlten:

Typo4-configv4-2.png

Ich habe diese Verzeichnisse dann einfach per Hand angelegt:

cd /srv/www/htdocs/cms/typo3temp
mkdir pics
mkdir temp
mkdir llxml
mkdir cs
mkdir GB
chown wwwrun.www *
chmod 755 *

Bei erneuten Laden der Seite war dann alles in Ordnung.

Typo3-configv4-2a.png

Hier sollten alle grünen Haken gesetzt sein. Zusätzlich gibt es noch Hinweise zur Anpassung der PHP-Konfiguration, denen man folgen sollte, es geht hier u.a. um Speicherbegrenzungen. Weiter unten gibt es dann einen Hinweis zu den vorgefundenen Grafikfähigkeiten des Systems, vor allem der gefundenen ImageMagick-Version.

Typo3-config3.png

In dem Screenshot sind zwar zwei Versionen angegeben, das liegt aber daran, dass die Dateien auch verlinkt sind. Da nicht alle Programme verlinkt sind, sollte man besser die Version aus /usr/bin nehmen.

Check LZW capabilities sollte man auf alle Fälle aktivieren und dann auf Send klicken. Da das Tool danach die Konfigurationseinstellungen anpasst, muss man anschließend noch einmal die Konfiguration aktualisieren lassen.

Zum Abschluss geht man dann in dem Menü auf Image Processing und geht alle Tests nacheinander durch. Sie müssen alle fehlerfrei ablaufen, wenn die Konfiguration stimmt und die notwendige Software installiert ist.

Am kritischten ist der Punkt GD library functions aus dem entsprechenden Menü, hier müssen die grafiken wirklich identisch sein, sonst stimmt etwas nicht.

Typo3-config4.png

Zum Abschluss speichert man noch einmal und wählt man dann aus dem Menü (siehe erste Abbildung in diesem Abschnitt) den Menüpunkt Backend admin in new window. Dann geht es weiter im Backend von Typo3.

Kleine Nachbesserung

Aus manchen Netzen heraus kann man nicht im Backend von Typo3 arbeiten, wenn nicht

[SYS][doNotCheckReferer] = 1

gesetzt ist. In diesen Netzen sind dann Proxy-Server vorhanden, die die Referer-Information abblocken. Aber mit dem entsprechenden Schalter klappt das dann.

Auf das Install-Tool konnte ich zum Glück zugreifen. Notfalls kann man auch direkt in der Datei

typo3conf/localconf.php

den Eintrag

$TYPO3_CONF_VARS["SYS"]["doNotCheckReferer"] = '1'; 

vornehmen.

ImageMagick - GraphicsMagick

Irgendwie mag ich es kaum glauben, aber mit den aktuellen Versionen von ImageMagick gibt es komische Probleme. Alle Tests laufen erfolgreich, manche Bilder laden dann aber überhaupt nicht.

Wer solche Effekte erlebt, der muss unbedingt auf eine ältere Version von ImageMagick zurückgreifen. Ich habe mir bei Jochen Weiland einfach die Version 4.2.9 geladen und damit gute Erfahrungen gemacht. Ich habe die Programme unter /srv/www/bin abgelegt und dann die Konfigurationsdatei angepasst:

[GFX][im_path] = /srv/www/bin/

Bei Jochen Weiland gibt es übrigens weitere Software zum download, die auch für die Suche in PDF-Dateien nützlich ist.

Nachtrag: Die Version von den Seiten von Jochen Weiland ist leider unvollständig. Es fehlt z.B. die Datei delegates.mgk. Es ist daher geschickter sich die Version von SourceForge zu holen. Das ist ein RPM-File, welches die Dateien unter /usr/lib/typo3/ImageMagick4/ ablegt. Es muss dann also die Konfiguration angepasst werden:

[GFX][im_path] = /usr/lib/typo3/ImageMagick4/

Nachdem ich dann auch noch GhostScript installiert hatte, vor allem das Paket ghostscript-library, kann Typo3 auch mit PDF und AI-Dateien umgehen.

Nachtrag: bei neueren Linux-Distributionen ist das Paket graphicsmagick als Alternative vorhanden. Mit diesem Paket treten die beschriebenen Probleme nicht auf. GraphicsMagick verfügt über eine zu ImageMagick kompatible Schnittstelle, eventuell muss man die zusätzlich installieren (Paket graphicsmagick-imagemagick unter Ubuntu).

Erste Schritte im Backend von Typo3

Über den Link im Installationstool, oder über http://Rechnername/cms/typo3 kommt man zur Anmeldung für das Backend von Typo3.

Voreingestellt sind:

Benutzername: admin
Passwort: password

Nach Eingabe der Daten gelangt man ins eigentliche Backend.

Typo3v4-backend1.png

Hier sieht man sehr deutlich den Warnhinweis, doch möglichst bald das Passwort für den Zugang zu ändern. Das geht über den Menüpunkt User Settings unterhalb von User tools, damit werden die Einstellungen für den gewählten Benutzer, hier also admin geändert. Hier kann man auch gleich die Sprache umstellen, von English auf German.


Typo3v4-backend2.png

Die Änderung der Sprache ist aber nur möglich, wenn die Zielsprache bereits installiert ist. Sprachpakete installiert man über den Ext Manager unterhalb von Admin Tools.

Typo3v4-backend3.png

Hier muß man in der oberen Auswahlliste auf Translation handling umstellen und dann german in der Liste Languages to fetch auswählen und dann auf den Button Save selection klicken. Sofern eine Online-Verbindung besteht, holt Typo3 die zugehörigen Informationen und bietet auch das Update der Übersetzungen für Plugins an an Update from repository, was man auch annehmen sollte.

Typo3v4-backend4.png

Der Klick auf Update from repository löst Download und Import aus. Nach einem Reload der Seite über die Browser-Funktion steht das Backend in der deutschen Sprache zur Verfügung.

Anschließend bin ich noch der gelb hinterlegten Aufforderung gefolgt und habe unter DB Überprüfung und dann Update now, sowie der Auswahl Manage Reference Index die Integrität der Datenbanken sicher gestellt.

Meine Werkzeuge