Typo3YamlTVRedakteure
TYPO3 ist ein kostenlos erhältliches Open Source Content Management System (CMS), zugeschnitten auf Internet, Intranet und Extranet. TYPO3 kommt in vielen Firmen, öffentlichen Verwaltungen und Projekten zum Einsatz. Die vorliegende Beschreibung bezieht sich auf die Version 4.5.6 und richtet sich an Redakteure, welche Texte einpflegen möchten.
Es ist stark modular aufgebaut und mit zur Zeit etwa 1000 Extensionen erweiterbar. Das mach die Einrichtung und Verwaltung für Administratoren nicht gerade einfach. Der Administrator hat aber die Möglichkeit sein System so zu konfigurieren, dass die Redakteure nicht mit unnötigen Funktionen belästigt werden. Die Redakteure sind diejenigen, die die Seiten erstellen und bearbeiten.
Eine sehr praktische Typo3-Erweiterung ist TemplaVoila, damit hat man eine Reihe von erweiterten Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung, die Flexiblen Content Elemente (FCE). Zum Gestalten der Seiten der Seiten nutzt man auch in Typo3 sehr viel CSS. Leider gibt es bei CSS das Problem, dass einige weit verbreitete Internetbrowser die CSS-Regeln nur sehr fehlerhaft umsetzen. Da bietet es sich an das CSS-Framework YAML und seine Typo3-Einbindung zu nutzen, welches die Fehler des IE bereits berücksichtigt und damit die eigentliche Arbeit extrem vereinfacht.
Zum Bearbeiten von Seiten muss ein Redakteur sich am Backend anmelden. Um das Anmeldefenster zu erreichen, muss man nur die URL der Seite /typo3/ anhängen.
Eine Anmeldung ist nur möglich, wenn der Administrator einen Account eingerichtet hat. Nach der Anmeldung sieht der Redakteur eine Liste der Funktionen, die ihm der Administrator zugedacht hat mit entsprechenden Hilfetexten.
Die Module von Typo3
Typo3 verfügt normalerweise über etwa 20 verschiedene Module, in denen sich die zentralen Komponenten zur Konfiguration befinden. Ein Redakteur sollte mit den folgenden sieben Modulen auskommen.
Die am häufigsten benutzte Funktion befindet sich in der Liste ganz oben.- Über die Funktion TV-Seite bzw. Seite unterhalb von Web kommt man an die Seiten heran, auf die man Zugriff hat.
- Anzeigen liefert eine Vorschau der ausgewählten Seite.
- Liste zeigt die auf einer Seite gespeicherten Datensätze an, soweit der Benutzer darauf Zugriff hat.
Die konkrete Zahl der hier vorhandenen Funktionen ist sehr stark von der Konfiguration und den Einschränkungen durch den jeweiligen Administrator abhängig.
Das Modul (persönliche) Einstellungen
Nach der ersten Anmeldung sollte ein neuer Benutzer zuerst einmal seine persönlichen Einstellungen überprüfen und zumindest das Passwort ändern.
Für jede der Konfigurationsmöglichkeiten gibt es eine Hilfe, die man mit einem Klick auf das zugehörige Fragezeichen aufrufen kann.
Für den Anfang sollte es langen die Einstellung der Backend-Sprache zu überprüfen und die persönlichen Daten zu ergänzen.
Die Datei Module
Klickt man auf Dateiliste, so bekommt man im mittleren Fenster alle File Mounts zu sehen, auf die man zugreifen kann. Im vorliegenden Fall sind das nur ein Ordner namens Dateien und ein Ordner namens Bilder.
Im rechten Fensterteil bekommt man alle Dateien zu sehen, die sich in diesem Ordner befinden. Sollte der Inhalt des Ordners nicht zu sehen sein, so klickt man auf den Namen der Freigabe, dann erscheint die Liste, sofern Dateien vorhanden sind.
Klickt man auf das Icon statt auf den Text, dann erscheint ein Kontextmenü.
Generell ist es so, dass bei Typo3 Icons mit einem Text rechts daneben auftauchen. Ein Klick auf den Text bewirkt direkt eine Änderung der Anzeige im rechten Feld. Ein Klick auf das Icon öffnet ein Menü.
Zum Hochladen eine Datei würde man in diesem Menü auf Dateien-Hochladen klicken, oder auf das relativ kleine grüne Icon oberhalb des Dateibereiches, worauf dann im rechten Bereich die entsprechende Funktion erscheint.
Über Durchsuchen... startet man den Dateiauswahl-Dialog des jeweiligen Client-Betriebssystemes. Hat man die richtige Datei ausgewählt, so wird sie über Hochladen in das Verzeichnis auf dem Typo3-Server übertragen.
Das Modul TV-Seite
Mit dem Seiten-Modul hat man in der Regel am häufigsten zu tun, da sich hier die zentralen Funktionen zum Bearbeiten einer Seite befinden. Die Darstellung ist einigermaßen übersichtlich, da einerseits der Administrator Vereinfachungen vornehmen kann, andererseits manche Funktionen erst dann sichtbar werden, wenn man den zugehörigen Bereich mit der Maus berührt.
Klickt man Seite an, so öffnet sich im mittleren Fensterteil der Seitenbaum bzw. der Teil des Seitenbaumes, den der angemeldete Benutzer sehen kann.
Das vorliegende Layout erlaubt dem Redakteur, an zwei Stellen Inhalte unterzubringen. Vor allem natürlich im Bereich für den Hauptinhalt, aber auch unterhalb des Menüs. Bei jeder Eingabe entscheidet man also, in welchem Bereich später der Text auf der Seite erscheinen wird.
Seiten mit einem roten - sind ausgeblendet, werden also auf der Website nicht angezeigt. Damit hat man die Möglichkeit einzelne Seiten zu deaktivieren.
Falls eine Seite über Unterseiten verfügt, so kann man den entsprechenden Teilbaum ein- und ausblenden lassen.
Klickt man jetzt im mittleren Bereich eine der Seiten an, so öffnet sich rechts die zugehörige Beschreibung.
Eine Seite besteht generell aus den Komponenten:
- Seitentitel
- evtl. mehreren Datensätzen
An mehreren Stellen in dem Fenster findet sich das nebenstehende Icon. Eine Art Blatt mit einem grünen Plus-Zeichen in der rechten unteren Ecke. Über dieses Icon legt man generell neue Elemente an. Im Bereich der Datensätze jeweils neue Datensätze. Die Position des neuen Datensatzes ist unterschiedlich, je nach dem welches der Icons man wählt. Über Tooltips bekommt man jeweils ausreichend Hilfe.
In der Abbildung befinden sich drei Datensätze auf der Seite, einer vom Typ RoundBox, einer vom Text und einer vom Typ Bild & Video.
Zum Bearbeiten eines Datensatzes kommt man generell über das Stift-Icon über dem entsprechenden Datensatz (an den Einsatz der Maus denken).
Anlegen einer Seite
Eine Möglichkeit eine neue Seite anzulegen besteht darin auf das grüne Icon mit dem Plus ganz oben auf einer Seite zu klicken. Es öffnet sich dann ein Dialog, der die Position der neuen Seite im Seitenbaum festlegt:
Man hat die Möglichkeit die Seite als Tochter-Seite anzulegen, dazu dient das eingerückte Icon, oder als Schwester-Seite, dazu dienen die Icons auf der gleichen Ebene. Im vorliegenden Fall bietet sich die Tochter-Seite an. Nun folgt noch ein lästiger Dialog, der nach der Vorlage fragt. Hier muss man immer das erste Element auswählen Keine Auswahl (Vererbung)
Danach folgt dann nur noch eine Abfrage des Seitentitels. Der Seitentitel ist bei einer vorhandenen Seite normalerweise über einen Klick auf das Stift-Icon ganz oben Seiteneigenschaften bearbeiten zu erreichen.
Seiteninhalt anlegen
Die eigentliche Seite besitzt nur Titelinformationen, keinen wirklichen Inhalt. Den eigentlichen Inhalt kann man eingeben, wenn man im Seitenbaum auf die (neue) Seite klickt. Dann öffnet sich wie oben gezeigt die Datensatzanzeige.
Hier klickt man auf Seiteninhalt anlegen, eines der Icons mit dem grünen Plus. Welches der Icons man nimmt, entscheidet darüber, wo der neue Seiteninhalt auftaucht. Man kann neue Inhalte vor, zwischen oder hinter den vorhandenen Inhalten anordnen.
Nun hat man die Auswahl zwischen mehreren Arten von Seiteninhalt.
An dieser Stelle muss unbedingt erwähnt werden, dass Webseiten nicht so detailliert layoutet werden können, wie Textdokumente. Webseiten werden später auf sehr unterschiedlichen Systemen ausgegeben, bei denen sich zumindest die Schriftdarstellung oft sehr unterschiedlich gestaltet. Man sollte daher niemals zuviele Objekte in einem Bereich unterbringen wollen.
Bei Webseiten muss man sich generell auf sehr unterschiedliche Browser und unterschiedliche Drucksysteme einstellen.
Man gliedert eine Seite also im Idealfall in Abschnitte (Datensätze), die jeweils möglichst nur wenige Arten von Elementen enthalten.
- Normaler Text dient dazu, normalen Fließtext unterzubringen. Der Text darf Links und andere einfache Elemente enthalten.
- Text mit Bild nimmt Text und ein Bild auf. Die Anordnung der Elemente zueinander lässt sich später genauer bestimmen, als es hier den Eindruck macht.
- Nur Bilder nimmt mehrere Bilder mit Beschriftungen auf.
- Aufzählung und Tabelle sollte man sehr sparsam benutzen. Hier kann es Probleme mit der Barrierefreiheit geben.
- Von den speziellen Elementen ist vor allem HTML erwähnenswert. Wer es nicht lassen kann, der kann hier direkt nahezu beliebigen HTML-Code eingeben.
Klickt man auf eines der grünen Plus-Icons, so kommt man also zum Dialog für das Erstellen von Seiten-Inhalten, nur dass man jetzt viel mehr Elemente zur Auswahl hat. Die Liste fängt an mit
- normaler Texte
- Text mit darunter liegendem Bild
- ...
Scrollt man aber etwas weiter herunter, so kommt man in den Bereich der Flexiblen Content Elemente (FCE).
Diese Elemente sind dadurch gekennzeichnet, dass sie selber wieder Inhalte aufnehmen können, u.a. auch wieder FCEs, so dass enorm flexible Seitengestaltungen möglich sind.
Zeigen kann man das gut mit den runden Boxen. Fügt man eine derartige Box in die aktuelle Seite ein, so sieht man, dass man innerhalb dieses Elementes wieder ein grünes Icon zu Verfügung hat.
Klickt man auf dieses Icon in der Box, so kann man als Element dort z.B. normalen Text eingeben. In der Regel wird dazu ein Rich Text Editor (RTE) benutzt.
Das Modul zeigt diese Schachtelung recht deutlich an.
Im Frontend sieht man dann den Effekt dieser Konstruktion.



