Ubuntu installieren
Der vorliegende Text beschreibt die Installation mittels CD/DVD. Ein angepasster Text beschreibt die Installation mittels USB-Speicherkarte bzw. USB-Stick.
Die Installation des Systems ist nahezu unverändert gegenüber der einer normalen Ubuntu-Distribution. Das Hauptproblem kann eventuell darin bestehen überhaupt von einem CD/DVD-Laufwerk zu booten.
Starten von DVD
Um zu beeinflussen, von welchem Gerät man starten möchte muss man beim Start des Rechners die ESC-Taste drücken. Wichtig für den Erfolg ist der richtige Zeitpunkt. Es muss dazu das Startfenster erscheinen, wenn das nicht erscheint, dann hat der Tastendruck keinen Effekt.
Gute Erfahrungen habe ich damit gemacht den Rechner einfach abzuwürgen, wenn er das Standardsystem starten möchte (Starting System ...), indem ich lange Zeit auf den Ausschalter drücke (5s). Beim nächsten Boot erscheint das gewünschte Fenster.
Wenn man jetzt ESC drückt sollte das Menü zur Auswahl des Bootmediums erscheinen.
Im Screenshot stehen drei Optionen zur Auswahl, das sowohl ein DVD-Laufwerk (DVDRAM) angeschlossen ist, als auch eine Speicherkarte (Single Flash Reader) eingelegt ist. Die eingebaute SSD-Festplatte gibt sich hier als SM-ASUS-PHISON SSD zu erkennen. Es ist recht wichtig darauf zu achten, dass man das richtige Gerät auswählt.
Hat man das DVD-Laufwerk erfolgreich ausgewählt und Enter gedrückt, so startet das Ubuntu.
Hinweis: Soll Ubuntu auf der Festplatte installiert werden und nicht auf einer Speicherkarte, so sollte während der Installation keine Speicherkarte eingelegt sein, sonst kann es später zu Problemen beim Starten des Rechners kommen.
Installation von DVD
Im Bootmenü hat man die Wahl das System erst einmal nur auszuprobieren, oder es zu installieren. Ubuntu installieren ist hier die richtige Wahl. Danach startet der erste Schritt, die Systemanalyse, der Fortschritt wird durch einen Balken angezeigt.
Im nächsten Schritt erfolgt die Auswahl der Sprache, da nur Deutsch installiert ist, ist das hier auch die Vorgabe.
Die Auswahl des richtigen Ortes ist wichtig für die Einstellung der Zeitzone. Da Hamburg in der Liste nicht auftaucht, ist Berlin die richtige Auswahl.
Dann folgt die Wahl der Tastatur-Einstellung, auch hier kann man einfach die Vorgabe übernehmen.
Danach erfolgt der kritischste Schritt, die Einteilung, Partitionierung der Festplatte.
Das Foto zeigt Situation auf einem EeePC mit einer eingelegten Speicherkarte. Normalerweise sollte der zweite Punkt, Geführt - verwendet vollständige Platte, richtig sein. Falls eine Speicherkarte eingelegt ist, so taucht die hier mit zur Auswahl auf und man kann entscheiden, ob die Installation auf dem internen Speichermedium oder auf der Speicherkarte erfolgen soll. Recht flexibel ist man, wenn die Installation auf einer 8GB Speicherkarte erfolgt, dann hat man beim Starten des Rechners die Wahl zwischen dem Original-System und dem angepassten Ubuntu.
Im nächsten Schritt werden die Benutzereinstellungen erfragt.
Setzt man das Häkchen bei Automatisch anmelden, so wird der hier angelegte Benutzer beim Starten des Rechners automatisch angemeldet und muss in der Regel keine Passwort mehr angeben. Ein Passwort muss aber trotzdem gesetzt werden.
Wenn auf der Festplatte eine Linux-Installation mit dem gleichen Benutzernamen gefunden wird, dann bietet das Installationsprogramm in einem zusätzlichen Fenster noch die Übernahme der vorhandenen Benutzerdaten an.
Nun folgt noch einmal ein Bestätigungsbildschirm mit einer Zusammenfassung der gewünschten Einstellungen.
Erst wenn man hier auf Installieren klickt werden Veränderungen am vorhandenen System vorgenommen. Bis hierher kann man die Installation noch abbrechen, danach nicht mehr!
Die Installation dauert nun etwa eine halbe Stunde, abhängig von der Geschwindigkeit des DVD-Laufwerkes und der Speicherkarte. Am Ende der Installation fordert das System einen Neustart an, wozu dann auch die eingelegte CD entfernt werden muss.
Nach dem Neustart steht das System so zur Verfügung, wie es vorbereitet wurde.
Netzwerkeinstellung
Direkt nach der Installation ist ein Neustart des Systems fällig. Danach erfolgen noch ein paar kleine Einstellungen für das Netzwerk.
Rechts oben auf dem Desktop erscheinen einige kleine Icons. Oft zu Anfang eine kleine Glühbirne mit einer Information über mangelnde Sprachunterstützung. Klickt man das Icon an, so verschwindet die Meldung, eine weitere Reaktion ist nicht notwendig. Das Icon mit den zwei Rahmen ist für das Netzwerk zuständig. Ein Klick auf dieses Icon fördert ein Fenster zutage, in dem die vorhandenen Netzwerke angezeigt werden.
Klickt man hier auf das gewünschte Netz, in der Schule das Netz Schumacher, so öffnet sich ein Dialog, in dem der Schlüssel einzugeben ist.
Hat man den Schlüssel eingegeben, so möchte der Netzwerkmanager den speichern. Dazu fragt er nach einem Standard-Schlüssel. Wenn man hier eine Eingabe vornimmt, dann muss man diesen Schlüssel später bei jedem Rechnerstart wieder angeben, bevor die Netzwerkverbindung aufgebaut werden kann. Falls keine besonderen Sicherheitsanforderungen vorliegen, kann man den Schlüssel leer lassen.
Klickt man einfach auf Erstellen, ohne ein Passwort vergeben zu haben, so erscheint noch einmal eine Sicherheitswarnung, danach akzeptiert der Netzwerkmanager den Wunsch.
Firefox
Der Browser Firefox ist, soweit sinnvoll, vorkonfiguriert. Dazu sind einige Erweiterungen installiert, vor allem das Add-On MM3-ProxySwitch. Dieses Add-On macht sich durch einen zusätzlichen Punkt in der Menüleiste bemerkbar.
Ist das Icon am rechten Rand der Leiste rot hervorgehoben, so ist der schulische Proxy aktiv. ist das Icon ausgeblendet, so ist ein direkter Internetzugang eingestellt. Umschalten kann man bequem mit einem Mausklick.
Klickt man im rechten Bereich des Icons auf das kleine Dreieck, so öffnet sich ein Menü, indem man u.a. die Voreinstellung bearbeiten kann. Konfiguriert wird mm3 über eine einfache Textdatei. Die Voreinstellung lautet:
[Schule all=192.168.1.1:3128 noproxy=rechner ]
Man kann den Text um weitere Einstellungen ergänzen, die alle nachdem dem gleichen Muster aufgebaut sind. Jede einzelne Einstellung ist in eckige Klammern gesetzt und fängt mit einer Bezeichnung an. Danach kommt dann die Zeile mit den Angaben über den Proxy und in der letzten Zeile folgen die lokalen Adressen, die nicht über den Proxy laufen sollen.
BIOS-Einstellungen
Hat man das Ubuntu auf einer Speicherkarte installiert, so kann man sich das Leben noch etwas vereinfachen. Der Rechner startet normalerweise von der eingebauten Festplatte. Der Ubuntu-Installer ist aber so freundlich das System auf der Festplatte mit in das Boot-Menü der Speicherkarte zu integrieren. Stellt man nun im BIOS ein, dass der Rechner von der Speicherkarte starten soll, so hat man über das Boot-Menü eine bequeme Auswahl.
Die Einstellung findet sich im Menü Boot -> Hard Disk Drive.
Hier wählt man die erste Zeile und drück Enter, worauf ein weiteres Menü erscheint, indem man die Speicherkarte als erstes Bootmedium auswählt. Will man später einmal das Xandros-System starten, so kann man es im Bootmanager von Ubuntu auswählen, muss also nicht wieder ins Bios.
Sollte die eingebaute Webcam nicht funktionieren, so kann muss man sie erst im BIOS aktivieren. Sie arbeitet auf alle Fälle mit dem Programm Cheese zusammen, wenn nicht, dann ist sie deaktiviert.



