Installation und Bedienung des Cosmo-Players

geschrieben von Uwe Debacher 2000

Der Cosmo-Player ist das Standard-Plugin zur Anzeige von VRML-Welten. In einigen Netscape-Versionen (z.B. 4.07) war er integriert. In den aktuellen Versionen ist er nicht dabei, muss also nachträglich installiert werden.

1. Installation

Vom Server http://www.cai.com/cosmo/ wird die Datei cosmo_win95nt_du.exe benötigt. Die Datei hat eine Größe von etwa 3MB und beinhaltet die Version 2.1 des Cosmo-Players.

Nach einem Doppelklick auf diese Datei startet die Installation. Es folgen dann die üblichen Installations-Dialoge bis zur Annahme der Lizenz-Vereinbarung.
Wenn das folgende Dialog-Fenster erscheint muss man aufpassen.

Auch wenn hier der Netscape Communicator zur Auswahl angezeigt werden sollte, so muss man das zugehörige Häkchen entfernen und „Andere (nicht unterstützte Browser)" wählen, da Netscape nach dem Erscheinen des Cosmo-Players die Pfade zum Plugin-Verzeichnis geändert hat. Den aktuellen Internet-Explorer scheint das nicht zu betreffen, trotzdem wird auch er auf der nächsten Bildschirmseite mit angeboten:

Nach der Auswahl des Browsers muss nur noch in einem weiteren Dialog der Pfad zum PlugIn-Ordner angegeben werden.

In diesem Bildschirmausschnitt sieht man sehr deutlich die kleine aber entscheidende Änderung. Statt „Navigator" heißt es jetzt „Communicator" und daher kann das Installationsprogramm vom Player nicht automatisch den richtigen Ordner finden.

Dieses Verfahren der „interaktiven Installation" kann auf für Browser wie z.B. Opera notwendig sein, bei denen die Plugins kompatibel zu den Standardbrowsern sind.

Nun kann die Installation durchlaufen und am Ende bekommt man die Möglichkeit sich eine Informationsseite mit einem kleinen Beispiel anzeigen zu lassen.

2. Bedienung des Cosmo-Players

Die Bedienelemente des Players werden im unteren Bereich des Browser-Fensters dargestellt.
Der Player kennt zwei Modi, zwischen denen mit dem kleinen Hebel umgestellt werden kann.
Normalerweise befindet man sich im „Movement" Modus, bei dem sich der Betrachter durch die Szenerie bewegt. Alternativ ist der „Examine"-Modus, bei dem die Welt bewegt wird und der Betrachter auf der Stelle verbleibt.

2.1. Allgemeine Funktionen

Zuerst die Funktionen, die von dieser Auswahl unberührt bleiben.

Links neben dem angesprochenen Schalthebel befindet sich eine Art Fadenkreuz. Wählt man dieses an und klickt dann auf ein Objekt der Szenerie, so wird man direkt zu diesem Objekt geführt.
Ganz links befindet sich eine Auswahlliste, aus der man die definierten „Viewpoints" auswählen kann. Auch wenn nur ein Standardpunkt definiert ist, so kann man hiermit immer wieder die Ausgangsposition restaurieren.
Rechts von der Hauptsteuerung findet sich ein Knopf mit einem Dreieck und einer dazu parallelen Linie. Hiermit kann man Bewegungen rückgängig machen (Undo). Falls man diese Funktion einmal angewählt hat, so wird das Element direkt daneben aktiviert, das die Bewegung doch wieder ausführt (Redo).
Hat man das Objekt einmal „verdreht", so kann man es auch wieder ausrichten lassen (Straighten).
Am rechten Rand befinden sich dann noch drei weitere Elemente. Durch einen Klick auf das Logo wird man mit der Cosmo-Homepage verbunden. Ein Klick auf das Fragezeichen führt zu einer (lokalen) Seite mit einem Hilfe-Text.

Klickt man auf das Häkchen, so erschein ein Fenster, über das man einige Voreinstellungen verändern kann.
Auf die einzelnen Punkte soll hier nicht eingegangen werden, die ergeben sich zum Teil aus dem Text über die Sprache VRML.

2.2 Der Movement-Modus

Im diesem Modus stehen einige spezielle Bedienknöpfe zur Verfügung.

Das mittlere Element ist normalerweise aktiviert und dient der normalen Bewegung durch den Raum (Go). Die eigentliche Bewegung erfolgt mit den Cursortasten oder das Ziehen der Maus.

Mit dem rechten Bedienelement kann man seine Position seitlich oder nach Oben bzw. Unten verschieben (Slide). Auch hier erfolgt dann die eigentliche Bewegung durch die Cursortasten bzw. das Ziehen der Maus. Die Umschaltung in den Slide-Modus kann man sich sparen, wenn man zur Bewegung die „Alt"-Taste drückt.

Der linke Knopf führt zu einer kippenden Bewegung (Tilt). Auch hier erfolgt dann die eigentliche Bewegung wieder über die Cursortasten bzw. die Maus. Die Umschaltung in diesen Modus kann man sich sparen, wenn man die „Strg"-Taste gedrückt hält.

Die beiden letzten Knöpfe, unter den eben angesprochenen, dienen zur Einstellung der Schwerkraft und sind Wechselschalter.

Ist der linke Knopf aktiviert, so besitzt die Welt eine Schwerkraft, der Betrachter wir zum Boden gezogen. Ist der rechte Knopf aktiviert, so existiert keine Schwerkraft und der Benutzer kann schweben.

Die Einstellung der Schwerkraft ist wichtig, wenn der Benutzer z.B. Treppen steigen soll.


2.3. Der Examine-Modus

In diesem Modus stehen nur drei spezifische Bedienelemente zur Verfügung.

Mit dem linken Knopf (Zoom) kann ich die Entfernung des Objektes verändern. Gezoomt wird dann aber wieder mit den üblichen Bewegungstasten. Die Umstellung in den Zoom-Modus kann man sich wieder mit der „Strg"-Taste ersparen.

Standardeinstellung ist das Drehen der Welt (Rotate), das mit den Cursortasten erfolgt bzw. dem Ziehen der Maus.

Zum Verschieben (Pan) kann man entweder über den dritten Knopf umschalten, oder indem man zur Bewegung die „Alt"-Taste gedrückt hält.

Eine nette Spielerei am Rande besteht darin, ein Objekt zu drehen und dann plötzlich los zu lassen. Das Objekt bleibt dann weiterhin in dieser Bewegung.

2.4. Die Fehler-Konsole

Gelegentlich sieht man im Player statt der erwarteten Objekte eine blinkende Linie am oberen Rand.

Dann ist ein Fehler aufgetreten. Wenn die Linie rot blinkt, so handelt es sich um einen nicht behebbaren Fehler, dann werden die Objekte in der Regel auch nicht dargestellt. Blinkt die Linie gelb, so handelt es sich um einen leichteren Fehler, hier konnten dann z.B. Dateien mit Texturen nicht gefunden werden. Die Objekte werden aber ansonsten korrekt dargestellt.
Klick man auf die blinkende Linie, so erscheint ein Fenster mit den Fehlermeldungen.

Im vorliegenden Fall wurde der Bezeichner „Box" verkehrt geschrieben.


geschrieben von Uwe Debacher, letzte Änderung am 29.2.2000