Im Prinzip war mir das Problem bewusst, dass auf vielen Seiten Grafiken (Webwanzen) eingebunden sind um das Nutzerverhalten zu analysieren. Ein Artikel in der Linux-User 12/2009 hat mich dazu gebracht mir das einmal anzuschauen.

Ich habe mir also für meinen Firefox die Extension Ghostery installiert und achte jetzt bei jeder Website darauf, welche und wieviele kleine „Gespenster“ auf den jeweiligen Webseiten auftauchen. Das sind schon lange nicht mehr nur Grafiken, sondern oft eingebundene Javascript-Dateien.

Bisher habe ich auf keiner der Webseiten einen Hinweis entdeckt, dass ich ausgeforscht werde. Dabei werden zum Teil sogar mehrere von diesen Dingern genutzt. Positiv finde ich, dass ich bisher auf Schulseiten und Seiten für Schule wenige Wanzen finden konnte, eine Ausnahme bildet leider Hamburg.de

Im Gegensatz zu dem, was in dem Artikel steht, erlaubt Ghostery auch das Blockieren dieser Wanzen. Lustiger wäre es vermutlich, wenn man mit den Wanzen etwas spielen könnte 😉

Die Installation von WindXP auf modernen Rechnern ist nur dann einfach, wenn der Hardware-Hersteller eine angepasste Installations-CD mitliefert.

Von einer normalen XP-Installations-CD aus ist eine Installation in der Regel nicht möglich, da dann die Festplatte nicht erkannt wird. Moderne Rechner verfügen über SATA-Festplatten, die möglichst im AHCI-Modus betrieben werden. Nur mit dem kann das recht alte XP nichts anfangen.

Es gibt von Intel XP-Treiber für diese Festplatten, die Treiber kann man prinzipiell im Installationsprozess mittels Druck auf F6 per Diskette einspielen. Nur welcher Rechner hat schon noch ein Disketten-Laufwerk? Und wenn XP Diskette sagt, dann meint XP auch Diskette. Ein Einspielen über CD oder auch ein USB-Diskettenlaufwerk funktioniert nicht.

Im Netz gibt es mehrere Beschreibungen, dass man das Problem oft lösen kann, indem man im BIOS die Festplatten in einen IDE-Modus umstellt. Das habe ich auch schon erfolgreich durchgespielt, danach kann man dann mit etwas Glück den Treiber einspielen und anschließend wieder in den AHCI-Modus zurückstellen.

Etwas einfacher sollte die Installation werden, wenn man die Treiber in die Installations-CD integriert, wie es auch die Hardware-Hersteller machen. Hierbei kann man dann auch gleich das aktuellste Service-Pack integrieren. Beschreibungen hierzu findet man unter dem Stichwort Slipstream-Installation.

Um die Slipstream-CD bequem erstellen zu können greift man auf zusätzliche Software zurück.

Bewährt hat sich hier das Programm nlite, welches kostenfrei verfügbar ist (Download-Größe etwas 2,5 MB). Das Programm benötigt zur Installation das .Net-Framework, welches von Microsoft bezogen werden kann Download-Größe etwa 22,5 MB). Stellt nlite bei der Installation fest, dass das .Net-Framework fehlt, so startet es einen Browser mit der entsprechenden Download-Seite.

Startet man nlite, so sucht es zuerst die Windows-CD von der aus die Aktualisierung erfolgen soll. Dabei spielt es keine Rolle, ob schon ein Service-Pack installiert wurde oder nicht, da die höheren Service-Packs die niedrigen enthalten.

Nlite kopiert den Inhalt der CD auf die Festplatte (etwa 650 MB).

winlite0

Im nächsten Schritt wählt man das Service-Pack aus. Bei meinen Bemühungen stimmte die Download-URL nicht, auf die nlite verweist. Der Link im deutschen Winlite-Wiki war aber korrekt.

winlite2

Das Service-Pack3 umfasst mehr als 300 MB.

Dann habe ich mir die Treiber für den Rechner geladen. Konkret handelt es sich um ein Acer Timeline 8471 und Acer bietet direkt die Treiber für WindXP und alle Hardware-Komponenten an (insgesamt etwa 1,5 GB).

acer-treiber

Wichtig sind aus meiner Sicht vor allem folgende Treiber:

  • SATA-AHCI
  • Chipset
  • LAN – Realtek

Die restlichen Treiber kann man auch später im laufenden Betrieb noch integrieren.

Bei anderen Geräten kann es notwendig sein direkt die Festplatten-Treiber von Intel zu laden. Benötigt wird dann der Intel Matrix Storage Manager.

Alle Treiber muss man entpacken. Bei den Acer-Treibern handelt es sich durchweg um ZIP-Archive, die Windows inzwischen mit Bordmitteln entpacken kann. Alle Archive habe ich in das Verzeichnis c:\treiber entpackt. Von dort aus findet nlite dann alles, was benötigt wird.

Nach den Vorbereitungen kann man nlite starten.

winlite1

Im ersten Schritt erfolgt die Einbindung des Service-Packs. Das Volumen im Installationsverzeichnis wächst dabei kaum, es werden ja nur fehlerhafte Dateien ausgewechselt, vom Volumen her immerhin etwa 50%.

Danach erfolgt die Integration der Treiber. Hier gibt man nlite das Verzeichnis an, in das die Treiber-Archive entpackt wurden. Nlite sucht dann selber in den Unterverzeichnissen nach Installationsdateien und zeigt das an, was es gefunden hat.

winlite3

Hier muss man aufpassen das richtige Betriebssystem und die richtige Version 32/64 Bit auszuwählen. Danach zeigt nlite noch einmal an, was es konkret an Treibern gefunden hat.

winlite4

Wenn ich das richtig verstehe, dann kann man ruhig zu viele Treiber einbinden, zumindest solange das Image noch auf eine CD passt. Bei der eigentlichen WindXP-Installation werden dann die passenden Treiber ausgewählt.

Obwohl ich insgesamt 1,5GB an Treibern von Acer geladen habe wurde das von nlite erstellt XP-Image nur knapp 100MB größer.

Der Wubi-Installer ist ein kleines Windows-Programm (wubi.exe ca. 1MB), welches die Ubuntu-Installation aus einem laufenden Window heraus in freien Speicherplatz der Windows-Installation erlaubt.

Eine deutsche Beschreibung ist unter http://wiki.ubuntuusers.de/Wubi zu finden, eine ausführliche englische Anleitung unter https://wiki.ubuntu.com/WubiGuide.

Es ist keine Änderung an den Partitionen notwendig, es muss lediglich genug Speicherplatz verfügbar sein, ca. 5GB. Der Installer erweitert das Windows-Bootmenü passend, so dass dann zwischen Ubuntu und Windows gewählt werden kann.

Der Installer lädt auch das benötigte Image von den Ubuntu-Servern herunter.

Ideales Tool für diejenigen, die sich nicht trauen ihre Windows-Partitionierung zu ändern und trotztdem mit Ubuntu liebäugeln. Der einzige nachteil für das Ubuntu-System besteht darin, dass es auf einer Windows-Partition liegt.

Wie oft muss man PDF-Formulare ausfüllen, die man dann nicht ausgefüllt speichern kann. Gerade Ämter, wie das Finanzamt und die Beihilfestelle  bieten gern solche Formulare an.

Das geniale Java-Programm Cabaret-Stage erlaubt es solche Formulare auszufüllen und ausgefüllt zu speichern. Eine enorme Arbeitserleichterung immer dann, wenn man häufiger das gleiche Formular ausfüllen muss.

Bei mir gibt es zwar komische Effekte, wenn ich aus dem Programm heraus drucke, es klappt aber problemlos, wenn ich das gespeicherte PDF im Adobe-Reader ausdrucke.

Das Programm ist nicht frei, es gibt aber eine für Privatanwender kostenlose Version.

VMware ist eine Produktlinie für Virtualisierung. Damit kann man auf dem Desktop virtuelle Rechner einrichten und mit anderen Betriebssystemen experimentieren. Auf meinem Rechner läuft Ubuntu und wenn ich mir mal ein Windows-System anschauen möchte (naja, wenn ich Freecell spielen will ;-), dann starte ich ich ein virtuelles Windows mit VMware.

Toll ist, dass der VMware-Player inzwischen kostenfrei verfügbar ist. Für die meisten Anwendungen und auch für den Einsatz in Schulen reicht der Player vollkommen. Als Lehrer braucht man aber vermutlich die kostenpflichtige VMware-Workstation, um Installation für den Player vorbereiten zu können.

Eigentlich müsste man dieses Programm-Paket gar nicht mehr erwähnen, es ist Standard auf vielen Rechnern. OpenOffice steht für die üblichen Betriebssysteme zur Verfügung.

Man muss aber sehr vorsichtig sein bei Downloads, der erste Google-Link führt auf eine kostenpflichtige Seite.

OpenOffice ist aber kostenlos verfügbar unter http://de.openoffice.org/ und das wird sicherlich auch so bleiben.

In meinem Wiki http://www.debacher.de/wiki/Hauptseite finden sich mehrere Anleitungen für den Umgang mit OpenOffice bzw. StarOffice.

Ein tolles Programm für die Mathematik. Geogebra dient ursprünglich für geometrische Konstruktionen, kann aber inzwischen viel mehr. Ableitungen macht das Programm symbolisch, so dass auch Kurvendiskussionen kein Problem mehr sein.

Als Java-Programm läuft Geogebra auf allen Plattformen. Es gibt auch eine Webstart-Version, die nicht installiert werden muss, sondern über den Browser gestartet wird. Leider ist das im Zusammenhang mit den Proxy-Servern in Schulen nicht immer ganz problemlos. Man kann aber auch die webstart-anwendung auf dem schuleigenen Server ablegen.

Dieses Programm ist keine freie Software, für Schulen aber mit 150€ für die Schullizenz erschwinglich. Es dient dazu Objekte dreidimensional zu konstruieren und ähnelt 2D-Programmen wie Geogebra.

Ich weiß nicht mehr, wie man Analytische Geometrie ohne Archimedes unterrichten kann. Das Programm steht für alle Betriebssysteme zur Verfügung und läuft auch problemlos unter Unbuntu.  Man muss nur einmal die Startdatei Archimedes im gleichnamigen Verzeichnis editieren, da hier der Pfad zu Archimedes fest eingetragen ist und diese Vorgabe passt in der Regel nicht.

Der Programmautor Andreas Goebel ist selber Lehrer und das merkt man auch. Bei Problemen ist er immer sehr hilfbereit und das auch schnell.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger, als das Periodensystem der Elemente. Das Programm Kalzium gehört zu KDE speziell zum KDE Education Projekt. Von daher ist es baei allen Linux-Distributionen dabei und kann leicht nachinstalliert werden.

Kalzium liefert für jedes der Elemente eine Reihe von Informationen und für die meisten elemente auch eine Abbildung.

Bei diesem Programm handelt es sich um einen Molekül-Editor für dreidimensionale Darstellungen in der Chemie.  Mit einem kleinen bisschen Einarbeitung kommt man da zu tollen Ergebnissen.

Die Modelle lassen sich frei im Raum drehen und auch als Grafik exportieren.

Debian-Pakete für Ubuntu sind vorhanden.