Einrichten der Typo3 10.4 Installation

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Nach der Installation ist es bei Typo3 relativ frustrierend das Frontend aufzurufen. Es erscheint nur eine Fehlerseite.

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Es muss noch eine Reihe von Schritten erfolgen, bevor man die Redakteure an das System heran lassen kann. Die folgenden Abschnitte beschreiben die Schritte, die notwendig sind.

Erweiterungen installieren

Extensions sind Erweiterungen des Typo3 Grundsystems. Eine Reihe von Erweiterungen, die Systemerweiterungen, werden schon bei der Installation mit installiert. Dazu gibt es dann eine Vielzahl von Erweiterungen, die über ein zentrales Repository geladen und installiert werden können. Da diese Erweiterungen von sehr unterschiedlichen Programmieren stammen ist ihre Qualität und Sicherheit auch sehr unterschiedlich. Man sollte sich immer ausführlich informieren, bevor man eine derartige Erweiterung installiert.

Die Installation und Nutzung von Extensions ist nicht besonders aufwendig, da eigentlich alle wichtigen Extension in einem zentralen Repository (TER) vorhanden sind und über ihren Namen daraus installiert werden können. Erweiterungen installieren darf natürlich nur ein Benutzer mit Administrator-Rechten, z.B. der bei der Installation angelegte Benutzer.

Die Installation besteht aus 3 bzw. 4 Schritten.

  1. Laden der Extension aus dem TER (Erweiterungsmanager, Erweiterungen hinzufügen)
  2. Nach dem Import muss die Erweiterung noch aktiviert werden, danach sind eventuell noch Änderungen zu bestätigen
  3. Oft muss dann noch das zugehörige Template eingebunden werden (Template, root, Info/Bearbeiten, Vollständigen Template Datensatz bearbeiten, Enthält)
  4. Gelegentlich sind dann noch Erweiterungen bzw. Einstellungen am Template notwendig.

Bevor man mit der ersten Installation beginnt, muss man einmal die Liste der verfügbaren Erweiterungen aktualisieren.

Dazu geht man auf Erweiterungsmanager -> Erweiterungen hinzufügen und dann ggf. auf Jetzt aktualisieren. Beim ersten Aufruf der Funktion erfolgt die Aktualisierung automatisch. Generell muss man hier etwas Geduld aufbringen, da relativ viele Datensätze geladen und in der Datenbank gespeichert werden.

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Die Aktualisierung dauert etwas, da es eine relativ große Zahl an Erweiterungen gibt (mehr als 6000) und zusätzlich noch eine Zahl von unterschiedlichen Versionen. Nach der Aktualisierung geht man oben im Fenster auf Installierte Erweiterungen.

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Schon die Liste der von Beginn an vorhandenen Erweiterungen ist recht lang, man erkennt an der Versionsnummer 10.4.9, dass es sich um Systemerweiterungen handelt. In der ersten Spalte sieht man jeweils eine Art Würfel. Wenn dieser Würfel ein Minus-Zeichen trägt, dann ist die zugehörige Erweiterung auch aktiviert, wenn der Würfel ein Plus-Zeichen trägt, dann ist die Erweiterung zwar installiert, aber nicht aktiv.


news

Hierbei handelt es sich um den Nachfolger der klassischen Erweiterung tt_news. Eine der Extensions findet sich auf fast jedem System. Ihre Nutzung erfordert einige Konfigurationsschritte, die wir uns in einem späteren Abschnitt anschauen werden.

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Zur Installation klickt man auf das Icon links vor dem Namen der Erweiterung. Sie wird dann herunter geladen und installiert, was einen kleinen Augenblick dauern kann. Nach erfolgreicher Installation bekommt man eine Rückmeldung.

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Die Installation dieser Extension führt auch zu einem neuen Menüpunkt News Administration im Menü links.

gridelements

Für die Webseiten benötigt man oft eigene Inhaltselemente. Ich nutze gerne Elemente für Spalten in unterschiedlichen Breiten und Boxen mit einer Hintergrundfarbe. Solche Elemente habe ich früher mit TemplaVoila erstellt, das aber eine Zeit lang nicht mehr weiterentwickelt wird. Eine, wenn auch nicht vollständige, Alternative ist die Extension Gridelements, die ich einsetzen werden.

Alternativen zu Gridelements wären

  • DCE
  • Mask

Beide Extension habe ich ausprobiert und im aktuellen Stand verworfen. Mask liefert zwar fast alle Funktionen, die ich haben möchte, erlaubt aber im Backend kein Drag&Drop. In meinen bisherigen Projekten habe ich viele Elemente, die durch den Verlust von TemplaVoila neu angeordnet werden müssen. Das scheint bei Mask nicht vorgesehen zu sein, zumindest habe ich dafür keine Möglichkeit gefunden.

Von DCE habe ich abgesehen, weil es mir nicht erlaubt beliebige Content-Elemente als Inhalt zu benutzen. Damit lassen sich die erstellten Inhaltselemente nicht verschachteln.

Zur Installation von gridelements geht man auf Erweiterungen und dann auf Erweiterungen hinzufügen. Im Suchfeld gibt man den Namen gridelements ein und klickt auf Absenden. Als Ergebnis erhält man eine Liste aller Extensions mit der Zeichenkette im Namen.

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Neu installierte Extensions muss man in der Regel noch über das Typoscript auf der Root-Seite aktivieren, die zugehörige Beschreibung folgt später.

kein RealURL mehr

Die bisher fast immer genutzte Erweiterung RealURL gibt es nicht mehr, da Typo3 die Funktionen nun selbst übernimmt (s.u.). Aktuell ist dieses Feature noch nicht so flexibel. Es gibt z.B. keine einfache Möglichkeit Ebenen aus der erzeugten URL auszublenden. Im nettemplate habe ich daher die Ausgangsseite, die Inhalte und Einstellungen zur Vererbung bereit hält, als Ordner eingerichtet, dann taucht sie nicht im Pfad auf. Wobei der Bezeichner eines Ordners trotzdem einen Pfadnamen belegt. Ich hatte ursprüchlich den Ordner für News und die Anzeige-Seite mit dem Namen Nachrichten versehen, dass führte dazu, dass die Nachrichten-Seite unter nachrichten-1 lief. Ich habe daher den Ordner in News umbenannt.

sonstige Erweiterungen

In meinen Systemen installiere bzw. aktiviere ich normalerweise entsprechend noch die folgenden Extensions:

  • recycler
  • indexed_search
  • filemetadata

Die drei genannten Extensions sind Systemextensions, befinden sich also schon auf dem Server und müssen nur aktiviert werden.

Nach den Installationen immer die Spracheinstellungen neu laden, Menüpunkt Sprachen und dann die Spracheinstellungen neu herunterladen. Danach sind dann auch die neuen Menüpunkte im Menü übersetzt.

Eigene Extensions

Nach diesen Vorarbeiten erfolgt dann die Installation der eigenen Extensions:

  • nettgrids
  • nettemplate

Bei der Extension nettemplate handelt es sich um eine Distribution, die intern mit Bootstrap3 arbeitet und einige Layout-Elemente und Seiten zur Verfügung stellt. Diese Extension dient als Grundlage für viele Typo2-Systeme der Schülerfirma Netthelp.

Bei den Nettgrids handelt es sich um eine Extension, die Layout-Elemente zur Verfügung stellt:

  • Tabs
  • Accordeon
  • Verschiedene Slider
  • ...

Diese Elemente sind als Extension ausgegliedert, da hier eher mal eine Aktualisierung oder Erweiterung ansteht und das Update dann unproblematisch bleibt. Die Distribution zu aktualisieren ist problematischer, da hier eventuell Datensätze überschieben werden.

Der Seitenbaum

Ein ganz wichtiges Element von Typo3 ist der Seitenbaum. Hier finden sich alle verfügbaren Seiten und einige weitere Hilfselemente. Ausgangspunkt ist immer der Menüpunkt Seite. Neue Seiten kann man auf sehr viele verschiedene Arten anlegen. Ein einfacher Weg führt über das Plus-Zeichen oberhalb von New Typo3 site. Klickt man dies an, so erscheinen darunter weitere Icons. Von diesen Icons benötigen wir momentan nur drei. Das erste Icon steht für eine Seite, das dritte Icon für einen Verweis auf eine Seite und das sechste Icon für einen Ordner. Will man z.B. eine neue Seite anlegen, so zieht man das Icon an die gewünschte Position im Seitenbaum.

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Man muss dann noch einen Namen für die Seite angeben, üblich ist root für die erste Seite.

Für weitere Seiten wird das Feld URL-Segment wichtig. Hier zeigt Typo3 an, unter welcher URL die aktuelle Seite erreichbar sein wird, abhängig vom Seitenbaum. Man kann diese Benennung auch bearbeiten, eine eventuelle Endung .html wird aber über die Seitenverwaltung (s.u.) generiert.

Die root-Seite

Die root-Seite ist normalerweise keine normale Seite, sondern eine Seite vom Typ Verweis. Relativ weit unten im Bild sieht man die Einstellung, über die man die Seite auswählt, auf die die root-Seite verweisen soll. Im Beispiel heißt diese Seite Startseite.

Man muss dann noch den Zugriff auf die Seite aktivieren, in den Standard-Einstellungen sind neue Seiten erst einmal deaktiviert.

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Bei der root-Seite muss man noch deutlich machen, dass sie als Anfang der Website zu betrachten ist, das geschieht im Reiter Verhalten. Mit dieser Einstellung verändert sich auch das Icon im Seitenbaum zur Weltkugel.

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Wie im Screenshot zu sehen haben die Icons im Seitenbaum haben generell noch eine besondere Funktion. Klickt man darauf, so öffnet sich ein Kontextmenü, in dem u.a. auch die Bearbeiten-Funktion noch einmal vorhanden ist.

Der Seitenbaum in diesem Beispiel (und für die Extension Nettemplates) bekommt folgenden Aufbau

New-Typo3 Site
 |-- root
   |-- News
   |-- Ausgangsseite
     |-- Service
     |-- Startseite
     |-- Nachrichten
     |-- FCE


Seitenverwaltung

Ein recht neues Feature in Typo3 ist die Seitenverwaltung, ohne die keine Seite im Frontend angezeigt werden kann.

Bildschirmfoto von 2020-11-10 12-16-31.png

Hier legt man im ersten Tab einen Bezeichner fest, hier nettemplate, laut Beschreibung spielt der konkrete Begriff keine Rolle, er muss sich nur als Verzeichnisname im Dateisystem eignen. Die Einstellungen werden dann nämlich in der Datei typo3conf/sites/nettemplate/config.yaml gespeichert.

Neben dem Bezeichner ist vor allem die Angabe der Wurzelseite wichtig, das ist die root-Seite mit der Weltkugel.

Im zweiten Tab Sprachen sind dann einige Einstellungen zu den verfügbaren Sprachen vorzunehmen. Man kann hier mehrere Sprachen konfigurieren.

Bildschirmfoto von 2020-11-10 12-23-55.png

Im Tab Fehlerbehandlung kann man dann Einstellungen z.B. zur 404er Seite vornehmen.

Die vorgenommenen Einstellungen ergeben folgende Datei config.yaml

base: /
baseVariants: {  }
errorHandling: {  }
languages:
  -
    title: Deutsch
    enabled: true
    base: /
    typo3Language: de
    locale: de_DE.utf8
    iso-639-1: de
    websiteTitle: ''
    navigationTitle: ''
    hreflang: de-De
    direction: ''
    flag: de
    languageId: '0'
rootPageId: 1
routes: {  }

Standardmäßig haben die vom aktuellen Typo3 generierten Seitennamen kein .html am Ende. Möchte man das erreichen, so muss man diese Datei etwas erweitern zu

base: /
baseVariants: {  }
errorHandling: {  }
languages:
  -
    title: Deutsch
    enabled: true
    base: /
    typo3Language: de
    locale: de_DE.utf8
    iso-639-1: de
    websiteTitle: ''
    navigationTitle: ''
    hreflang: de-De
    direction: ''
    flag: de
    languageId: '0'
rootPageId: 1
routes: {  }
routeEnhancers:
  PageTypeSuffix:
    type: PageType
    default: '.html'
    index: 'index'
    map:
      '.html': 0

Leider kann man diese Erweiterung nicht im Typo3-Backend vornehmen, sondern muss dazu Zugriff auf das Dateisystem haben, mittels FTP oder SSH.

Die Hauptbestandteile der URL werden automatisch generiert und können in den Einstellungen der einzelnen Seiten beeinflusst werden.