Wendehocker für Kinder

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Als meine Kinder klein waren, da haben wir zwei kleine Wendehocker aus Kiefernholz beschafft. Diese Hocker tun auch nach mehreren Jahrzehnten immer noch ihren Dienst. Nun tauchte der Wunsch auf, für die Enkelkinder auch solche Hocker zu bekommen. Da ich über eine Kreissäge und den zugehörigen Sägetisch verfüge, lag es nah solche Hocker selber zu bauen. Inzwischen habe ich vier solche Sets gebaut, immer zwei Hocker gleichzeitig. Vom Preis her lohnt sich das nicht unbedingt, aber dafür ist es sehr persönlich.

Material

Ich habe immer Leimholzplatten eingesetzt, entweder

  • Kiefer,
  • Fichte (in der Corona-Zeit konnte ich nur Fichte-Platten bekommen) oder
  • Eiche

Für meine Bauanleitung benötige ich folgende Teile:

  • 2 Leimholzplatten 80x40
  • 1 Leimholzplatte 120x40
  • LeinOS Holzöl auf Leinöl-Basis (25,75 €)
  • Confirmat-Schrauben 7x50 (100 Stück 16,99 € benötigt werden 2x10), auch bekannt unter IKEA-Schrauben
  • Schmirgelpapier unterschiedlich fein
  • ggf. Holzkitt zum Ausbessern

Das Holz ist unterschiedlich teuer, die Preise beziehen sich auf die drei benötigten Platten, also zwei Hocker:

  • Kiefer: ca. 30 €
  • Fichte: ca. 62 €
  • Eiche: ca. 53 €

Es kommen noch 3,40 € für die Schrauben und ca. 10 € für Leinöl hinzu sowie etwas Kleinkram.

Werkzeug

Zuschnitt

Die Bretter mit dem Ausgangsmaß 80x40 habe ich verkleinert auf 80x35 und dann jeweils in zwei Platten 40x35 geteilt.

Alle Kanten und die Ecken der vier Bretter habe ich gerundet.

Brett80x40.png

Das Brett mit dem Ausgangsmaß 120x40 habe ich in zwei Bretter 60x40 geteilt und verkleinert auf 60x35. Daraus habe ich dann jeweils eine Platte 30x35 und eine 30x30 geschnitten.

Die linken Seiten gerundet und die rechte Seite bei oberer Platte

Brett60x40.png

Als Ergebnis habe ich also:

  • 4 Bretter 40x35
  • 2 Bretter 30x35
  • 2 Bretter 30x30

Hinweis: Die Platte 120x40 habe ich mit dem ersten Schnitt auf 120x35 gebracht und dann erst geteilt.

Ölen

Mit dem Holzöl habe ich zweimal gestrichen. Nach etwa 30 Minuten soll man das überschüssige Öl abnehmen und ich habe dann auch die Platte gewendet und von der anderen Seite geölt.

Den zweiten Anstrich habe ich dann einen Tag später vorgenommen.

Gerade für Kinder war mir wichtig keine Lack zu benutzen, sonder dieses Öl auf Leinöl-Basis.

Bohren

Die Confirmat-Schrauben habe die Abmessung 7x50. Für ihre Nutzung bohrt man mit einem 7 mm Holzbohrer durch die Seitenflächen und mit einem langen 5,5 mm Holzbohrer in die Stirnflächen der kleinen Platten.

In jedes der großen Seitenbretter werden 5 Löcher gebohrt, an folgenden Punkten:

Bohren-Brett80x40.png

Die Bretter 35x30 sind die oberen Sitzflächen. Hier habe ich jeweils in der Mitte der längeren Seite ein Loch von 5,5 mm in die Stirnseite gebohrt. Die Bohrung muss absolut senkrecht sein, um die Platte nicht zu beschädigen. Dann habe ich die beiden Seitenflächen und die Sitzfläche mit einer Schraube verbunden. Dann habe ich mir die Position der weiteren Bohrungen exakt angezeichnet, indem ich mit einem Dorn durch die Löcher in den Seitenflächen gegangen bin. Die Platten wieder auseinander genommen und die Löcher an den markierten Stellen gebohrt.

Im nächsten Schritt dann die Seitenplatten an die Sitzplatte geschraubt, aber eine der Seitenplatten noch nicht fest angezogen.

Den Hocker auf die Sitzplatte gestellt und die kleine Sitzplatte auf die große gestellt. Durch die bereits vorhandenen Löcher in der Seitenplatte die Position markiert und dann entnommen und gebohrt. Danach kann auch die kleine Platte montiert werden und alle Schrauben fest angezogen.

Der Hocker ist fertig!

Ergebnis

Hinweis: durch die schrägen Perspektiven werden die geraden Linien verzerrt dargestellt